Bei der Geburt eines Kindes ist die werdende Mutter in einem Ausnahmezustand. Für die meisten Frauen ist es daher wichtig, dass ihr Partner und Vater des Kindes bei diesen wichtigen Momenten ihre Hand hält, ihnen die Stirn
Väter bei der Geburt - Unterstützen Sie Ihre Partnerin
Foto: © Alan Heartfield
kühlt, sie anfeuert oder einfach nur da ist. Für die werdenden Eltern ist dieses gemeinsame Zur-Welt-Bringen neuen Lebens ein unvergessliches Erlebnis. Doch was kann der Partner eigentlich alles im Kreißsaal tun, um seiner Frau beizustehen?
Tipps für werdende Väter
Verkneifen Sie sich Machosprüche!
Machosprüche mögen junge Väter im Kreißsaal zwar ein wenig die Nervosität nehmen, beim weiblichen Geschlecht kommt das allerdings sehr schlecht an. Wenn Sie die Klinik nicht mit einem blauem Auge verlassen möchten, dann verhalten Sie sich während der Geburt lieber zurückhaltend und unterstützen ihre Frau mit beruhigenden, aufbauenden Worten und fragen sie nach ihren Wünschen.
Auf Wunsch den Kreißsaal verlassen
Sollte die werdende Mutter es während der Geburt wünschen, dass der Vater des Kindes den Kreißsaal verlässt, so sollte er dem sofort nachkommen. Es geschieht manchmal, dass die Frau die Anwesenheit des Mannes als störend oder belastend empfindet. Das muss nicht sein, aber kann. Daher gilt: Sich zurückziehen, wenn es die Situation erfordert bzw. die Frau, die Hebamme oder der Arzt verlangt.
Haben Sie Angst?
Sprechen Sie am besten schon im Vorfeld mit Ihrer Frau über ihre Wünsche während der Geburt. Fragen Sie sie, was sie sich von Ihnen erwartet und geben Sie auch zu, falls Sie Ängste oder Bedenken haben, bei der Geburt dabei zu sein. Es soll schon Väter gegeben haben, die einen Geburtsschock erlitten und die Familie danach verlassen haben. Seien Sie also nicht zu stolz, um ihre Angst zuzugeben.
Tatkräftige Hilfe während der Geburt
Auch die fürsorglichste Hebamme kann oft nicht während der ganzen Zeit bei der werdenden Mutter bleiben. Hier ist ebenso die Hilfe des werdenden Vaters gefragt. Was er bei einer Geburt helfen kann? Viel! Er kann die Lippen der Gebärenden befeuchten, ihr zu trinken geben, sie beim Atmen und Pressen anspornen, gut zureden, sie liebevoll umarmen und festhalten (wenn sie es wünscht!), ihr das Kreuzbein massieren, die Stirn mit einem nassen Lappen kühlen, mit ihr mitatmen und ihren Kopf abstützen.
Bleiben Sie immer im Kreißsaal!
Während der Geburt ist Solidarität gefragt! Verlassen Sie den Kreißsaal nicht für ein ausführliches Mittagessen oder gar für noch längere Zeit. Bleiben Sie bei Ihrer Frau und stehen Sie ihr bei - solange sie es möchte und braucht. Für den Fall, dass Sie der Hunger packt, besorgen Sie sich im Vorfeld eine ausgiebige Jause (belegte Brötchen, Säfte, Mineralwasser, Tee oder Kaffee in der Thermoskanne), die Sie vor Ort verspeisen können.
Unterstützung ist alles!
Männer fühlen sich oft hilflos während der Geburt ihres Kindes. Doch sie sind es nicht. Sie können der werdenden Mutter mit ihrer tatkräftigen Hilfe und emotionalen Unterstützung eine riesige Stütze sein. Zum Lohn wird ihnen die unglaubliche Erfahrung geschenkt, bei dem Wunder der Geburt eines neuen Lebens beigewohnt zu haben. Dieses gemeinsame Erlebnis verbindet ein Leben lang.
Text: M. R.
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