Das Bild der Männer im Job hat sich innerhalb der letzten Jahrzehnte weitgehend verändert. Galten die Herren der Schöpfung in
Männer im Job / Foto: © Alessio Ponti
früherer Zeit lediglich als Versorger der Familie, während die Ehefrau zuhause blieb und die Kinder erzog, werden heute ganz andere Ansprüche gestellt. Das alte Rollenmuster hat jedoch noch nicht komplett ausgedient. Schaut man sich in großen Unternehmen um, ist die Zahl der Männer in leitenden Positionen signifikant höher, als die der Frauen. Typische Männerberufe, beispielsweise Tischler oder Schreiner, werden heute zwar auch vom weiblichen Geschlecht ausgefüllt. Letztlich lässt sich aber dennoch erkennen, dass in handwerklichen Jobs Männer nach wie vor dominieren.
In früher den Frauen vorbehaltenen Tätigkeiten sind es inzwischen auch Männer, die in einem dieser Jobs ihre Erfüllung finden. Sie stellen jedoch eine Minderheit dar. Berufe, die in Richtung Erziehung gehen, sind immer noch eine Frauendomäne. Wahrscheinlich liegt es auch daran, dass Männer meist die steile Karriereleiter vor Augen haben, wobei sie anstreben, im Laufe ihres Berufslebens immer wieder die eine oder andere Sprosse zu erklimmen. Dies setzt sie teilweise massiv unter Druck. Sich dann noch ausreichend um die Familie kümmern zu können, stellt sie oft vor eine fast nicht erfüllbare Aufgabe.
Männer im Job haben immer noch das Sagen, was sich natürlich auf die Rolle der Frau im Beruf niederschlägt. Die Spielregeln werden vom männlichen Geschlecht bestimmt und nach diesen Regeln gilt es, im Job zu bestehen. Die Hierarchie innerhalb eines Unternehmens ist es, die immer im Vordergrund steht. Hier schnell einen der ersten Plätze einnehmen zu können, ist das erklärte Ziel vieler Männer. Der Weg in die oberste Etage eines Unternehmens verläuft dabei immer gleich. Alle Arbeiten, die nicht wirklich einen Nutzen für die Karriere haben, werden gern an Mitarbeiter delegiert. Dies unterscheidet Männer von Frauen. Letztere sind immer bestrebt, besonders gute Arbeit abzuliefern und dies meist im Hinblick auf ein Team und erst an zweiter Stelle auf die persönliche Karriere.
Beobachtet man den Werdegang der Männer im Job, steht das Machtstreben deutlich im Vordergrund. Eine hohe Konfliktbereitschaft gehört dazu, ohne die der Kampf um die besseren Positionen nicht zu gewinnen wäre. Und dieser Kampf ist von entscheidender Bedeutung, wenn es um Macht und Reichtum geht. Ist es auch einmal ein solcher gegen Windmühlen, lässt sich Mann nicht abschrecken. Er verfolgt auf geradem Weg sein Ziel konsequent, um Mitstreiter aus dem Rennen zu kicken. Teilweise ist es jedoch ein Klischeedenken, das immer wieder dazu führt, Männer in bestimmte Rollen zu pressen. Jeder Mensch ist jedoch ein Individuum und so trifft man nicht selten auch auf Männer, die dieses Rollenklischee nicht erfüllen.
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